10. Mai 2012

Kochbücher

Moin ihr Lieben!
Vor einiger Zeit wurde ich via Formspring gefragt, ob ich nicht mal einen Kochbuchpost machen könnte. Endlich habe ich es geschafft, diesen zu realisieren- er hat zwar einige Zeit in Anspruch genommen, aber ich dachte mir, dass es den Einen oder Anderen vielleicht interessieren könnte und ein bisschen Inspiration in Sachen Kochen bringt. Ich besitze viele vieeele Kochbücher, da ich mich schon seit ich klein war besonders fürs Backen interessiert habe und immer mal eins geschenkt bekommen habe- in den Jahren sammelt sich da ganz schön was an! Daher habe ich meine Lieblingskochbücher bzw. die Sehenswertesten ausgesucht- eher Einfache wie die Heftchen die bei Muffinförmchen dabei sind und diese Koch-Themenhefte wie z.B. "Party", "Indien", "Wok" etc. habe ich weggelassen- da kann man lieber mal selbst z.B. bei der Thalia-Buchhandlung hineingucken. Wenn ihr noch Fragen zu speziellen Kochbüchern, den Rezepten oder Sonstigem habt, könnt ihr sie natürlich gern hier oder auf Formspring stellen. Es gibt für mich eigentlich nichts Schöneres, als mich über Kochbücher oder übers Kochen allgemein auszulassen, haha! Einen schönen Tag wünsche ich euch :-)

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"Jahreszeiten" von Donna Hay: Ich bezeichne das Buch immer als eine Art Kochbibel :D Für alle, die Donna Hay noch nicht kennen: Sie ist eine Köchin/Foodstylistin/Autorin aus Australien, die dort und auch sonst super erfolgreich ist mit ihren Magazinen und Kochbüchern. Außerdem hat sie einen Shop in Paddington in Sydney, von welchem ich damals leider nicht gewusst habe und ihm deshalb keinen Besuch abstatten konnte. Sehr, sehr schade, da ich öfters mal in Paddington unterwegs war. Wie auch immer, "Jahreszeiten" ist wie der Name schon sagt in 4 Kategorien, den Jahreszeiten aufgeteilt. Darin enthalten sind viele, teilweise besondere Rezepte und gute Fotografien. In der Sommerkategorie finden sich Bilder von Stränden in Australien, Surferboys, die ihre gebratenen Scampispieße essen und und und! Die Foodbilder sind, im Gegensatz zu "Fast, fresh, simple" (s.u.) situationsmäßig dekoriert, aber trotzdem simpel gehalten. Ich war total begeistert, als ich das Buch zu Weihnachten bekommen habe (man muss dazu sagen, dass ich daher noch nicht sooo viel daraus gekocht habe). In dem Buch finden sich Salate, Pavlovas, Braten, griechisch inspirierte Hackbällchen (sooo lecker!), Clafoutis, verschiedene Pies, Tarts, Pizza, verschiedene Fleischgerichte, Variationen von gegrilltem Gemüse, Kuchen, Aufläufe- einfach alles was das Herz/der Magen begehrt! Einziger Nachteil ist wohl, dass man das Buch nicht so einfach mit in den Koffer für den Urlaub stecken kann, da es doch ein ganz schöner Schinken ist. Aber das macht nichts. Es ist wunderbar.


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"Fast, fresh, simple von Donna Hay": Ich besitze das Buch auf englisch, ich glaube das gibt es nicht auf deutsch (beim schnellen Googlen habe ich nichts gefunden). Mich stört das nicht sonderlich, da ich aufgrund meiner Erfahrungen im "Food Technology"-Kurs in Australien keine großen Probleme beim Lesen der Rezepte habe. Zur Not google ich einfach. Ein Nachteil könnte sein, dass vieles in "Cups" angegeben wird, welches man erst im Internet umrechnen muss (es sei denn man kennt sich aus ;) ). Nichtsdestotrotz LIEBE ich dieses Kochbuch- es ist sehr clean und simpel gehalten, nicht nur bei den Rezepten, sondern auch bei der Fotografie. Es liegt auf den Bildern kein Gedöhns drum herum, der Fokus liegt auf den Tellern. Mir persönlich gefällt dieses Cleane sehr gut (ich selbst habe mich noch nicht so an Deko-Food-Bilder herangetraut- bis jetzt sind meine Foodphotography-Versuche auch immer clean gewesen), ist aber vielleicht nicht jedermanns Sache. Besonders die Frische der Rezepte finde ich gut, die Salate sehen alle so lecker aus, von den Desserts ganz zu schweigen. Soweit ich das beurteilen kann, gibt es kaum aufwendige Rezepte wie Braten- die Gerichte sind gut erklärt und schnell zubereitet. Um ein paar Rezepte zu nennen: "Moroccan couscous with spiced chicken", "roasted potato salad with feta and mint", "coconut french toast", "blood orange granita", "crispy harrissa fish with lemon couscous". Am Ende gibt es sogar noch Foodstyle-Tipps. Sehr empfehlenswert, beim Anblick der Bilder läuft einem das Wasser im Mund zusammen.


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"Real food real fast", "Get cooking", "License to cook" von Sam Stern: Drei Bücher auf einmal- Grund dafür ist, dass die Bücher fast gleich aufgebaut sind und ich mir nicht wirklich ein Urteil zu jedem einzelnen der Bücher bilden kann. Sam Stern ist ein Koch aus England, der Bücher für Teenager geschrieben hat. Ich persönlich würde die Bücher auch an Erwachsene weiterempfehlen, aber nur an solche, die Basicrezepte wollen und nichts Fanciges, Ausgefallenes. Von Foodphotography kann man bei den Büchern wirklich nicht sprechen. Es sind eher Schnappschüsse, die Sam und seine Freunde beim Verspeisen der Leckereien zeigen. Mir persönlich geht es bei den Büchern nur um die Rezepte- es sind viele Basics enthalten, wie verschiedene Dips (Hummus, Guacamole, Salsa, Pesto etc.) und englische Spezialitäten (Sheperds pie, Yorkshire pudding etc.). In "Get cooking" hat Sam Rezepte für die Lieblingslebensmittel seiner Freunde zusammengestellt. Es finen sich z.B. Rezepte zu "Tomaten", "Käse", "Fleisch", "Kartoffeln", "Schokolade" usw. Für Kochanfänger ist das Buch ideal, es enthält z.B. auch ein Rezept für einen Schweinebraten mit Äpfeln. Die Rezepte sind leicht zu verstehen und übersichtlich. Letzteres gilt auch für die anderen Bücher: "Licence to cook" ist von den Dreien wohl am meisten auf Teenager ausgerichtet (Kategorien wie: "Cooles und Schnelles am Mittag", "Chill-out am Abend", "Das mögen Mädchen gern..", "Die Kumpel kommen", "Prüfungen und Klassenarbeiten"), aber enthält auch wirklich interessante Rezepte und auch Basics. Am meisten gekocht habe ich aus "Real food real fast"- das Buch ist in verschiedene Zeitspannen eingeteilt, je nachdem wie viel Zeit man zum Kochen hat. Eigentlich Quatsch, denn es kommt ja noch das Einkaufen dazu und und und.. trotzdem enthält es tolle Rezepte, der Schokopudding (eigentlich ein Soufflé) ist weltklasse und auf die Idee, Rührei auf Toast mit grünem Spargel und Balsamicoessig zu kombinieren wäre ich auch niemals gekommen (schmeckt göttlich). Falls jemand sich eines der Bücher anschaffen will: Am besten in der Buchhandlung reingucken, welches einem am besten gefällt! Ich kann sie auf jeden Fall empfehlen, auch wenn sie nicht vor Ästhetik sprühen!


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"Weltküche Schweden": Ein relativ kleines, kompaktes Kochbuch für alle Schwedenliebhaber. Ich würde es Fischliebhabern, Wildliebhabern und ja, allgemeinen Schwedenfans empfehlen- als ein "Must have" würde ich es jedoch nicht bezeichnen. Es sind ganz nette, schwedische Rezepte darin, wie Kjöttbullar, Kanelbullar, Brennesselsuppe, Elcheintopf und und und, aber sonst nichts Weltbewegendes. Dazu kommen typisch schwedische, bunte Zeichnungen, ein bisschen im Wikingerstil. Es ist ein süßes Geschenk, aber wie gesagt, kein Buch mit vielen Basics oder wichtigen Rezepten.


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"Noch ein Stück" von Leila Lindholm: Ein Favorit von mir. Da ich nicht so auf Pizza stehe bzw. mich nicht extra in die Küche stellen würde, um selbst Pizza zu machen, fällt zwar die Hälfte des Buches für mich weg (viele Pizzenrezepte, sowohl herzhafte, als auch süße; sieht alles sehr lecker aus!), dafür ist der Rest umso toller: Von Brownievariationen über Cheesecakevariationen bis hin zu Eisrezepten, Brotrezepten- man möchte am liebsten alles sofort nachkochen, was nicht zuletzt an den großartigen Fotografien liegt. Leila Lindholm ist eine sehr erfolgreiche, schwedische Fernsehköchin- sie selbst ist oft im Buch abgelichtet, eine süße, typische Schwedin! Sie lebt für das Kochen, das merkt man sofort. Und das Buch mit seinen Details und schönen Fotos ist sehr, sehr empfehlenswert, sowohl zum verschenken als auch zum "sich selbst gönnen".


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"Von Saison zu Saison- kochen nach den Jahreszeiten" und "Verführerisch kochen" von Sophie Dahl: Die Gute ist ziemlich zu beneiden: Sie ist erfolgreich, kann wundervoll kochen UND ist mit Jamie Cullum verheiratet. Hachja.. Jamie Cullum...... Ich muss gestehen, dass ich aus beiden Büchern noch nicht sonderlich viel gekocht habe. Deshalb fasse ich die Bücher kurz so zusammen: Beide sind ähnlich aufgebaut, nach den Jahreszeiten und mit Unterkategorien (Frühstück, Mittagessen, Abendessen). Die Rezepte sind besonders, bei vielem habe ich jedoch noch das Gefühl, dass ich dafür noch zu "jung" bin, um davon begeistert zu sein- etwa Pilzrisottos, Blumenkohlsuppe oder speziell gekochter Fenchel. Dennoch sprechen mich viele Rezepte an, das Banana bread sieht z.B. sehr gut aus, das geschmorte Gemüse, Braten, Gebäcke. Vieles hört sich einfach interessant an, z.B. "Gegrillte Pfirsiche mit Ricotta und gerösteten Pistazien". Der "Wow"-Effekt bleibt bei mir aber irgendwie aus. Die Foodphotography ist ähnlich wie bei Leila Lindholm, ein wenig rustikaler und "auf alt gemacht". Sicherlich auch empfehlenswerte Bücher, ich persönlich würde aber immer Donna Hay vorziehen!


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"Wir kochen für unsere Freunde" von Susanne Klug: Kommen wir nun zu meinem All-time favorite. Ich weiß nicht genau, wie lange ich das Buch schon habe- jedenfalls besitze ich es schon eine ganze Weile und habe bestimmt das halbe Buch durchgekocht. Ich liebe es! Es ist für Teenager geschrieben, aber meiner Meinung nach auch für Ältere top- ich werde es sicherlich mein Leben lang behalten und daraus kochen. In dem Kochbuch finden sich Basic-Rezepte wie Nudelteig, Hefeteig, das beste Brownierezept und Schokokuchenrezept der Welt, Frühlingsrollen und andere kleine Snacks, sowie leckere Salate und und und! Der einzige Nachteil ist wohl, dass sich auf den letzten Seiten "Partytips" für Teenager befinden- z.B. Grillparty, Pyjamaparty (mit zusammengestellten Rezepten aus dem Buch). Ziemlich unnötig, aber für Jüngere sicherlich interessant. Wie auch immer, ich kann euch das Buch nur ans Herz legen, ich mag es wirklich sehr gern!


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"Jamie's Kochschule" von Jamie Oliver: Der gute Herr darf natürlich hier nicht fehlen- ich besitze noch ein anderes Kochbuch von Jamie, aber das ist veraltet und nicht so sehenswert. "Jamie's Kochschule" ist ein wirklich gutes Kochbuch, in dem sich auch schwerere Rezepte befinden, die gut für Anfänger erklärt sind. Selbst ein Schweinebraten und Backhähnchen hört sich da ganz leicht an (habe mich aber immer noch nicht an so etwas getraut). Man findet von Pasta, Currys, Wokgerichten, Sonntagsbraten, Salaten bis hin zu Gemüsevariationen so ziemlich alles. Wer sich ein gutes Kochbuch anschaffen will, nicht zu ausgefallene, aber trotzdem multikulturelle Rezepte möchte und nicht zu viel Wert auf Foodphotography legt (die Bilder sind gut, aber nichts Besonderes- sie dienen eher als step by step-Beschreibung bzw. als Hilfe zum Kochen- auch nicht verkehrt!), dem sei das Buch empfohlen!

Kommentare:

Franziska hat gesagt…

Oh, "Jahreszeiten" von Donna Hay ist so toll; hab' ich auch :)
Und Jamie's Kochschule auch!

sarah hat gesagt…

hej danke für den lieben kommentar bei mir aufm blog.
finde deinen auch echt schön und die kochbücher sehen schonmal "lecker" aus.
danke für die tips : )

Maria hat gesagt…

vielen Dank! :)
dein Blog ist sehr schön :)

http://welikewelove.blogspot.com

Dolce Lemon hat gesagt…

Klasse Vorstellung! Danke! :))
Das eine oder andere Buch kommt auf meine Wunschliste.